Die Propaganda für die Notwendigkeit und den Nutzen der freundschaftlichen Beziehungen zwischen Kaluga und Suhl wurde in erster Linie von der Regionalzeitung „Znamja“ und der Kreiszeitung „Freies Wort“ betrieben. Es ist kein Zufall, dass Chefredakteur A.P. Bekasov und Helmut Linke in die ersten Delegationen von 1969 aufgenommen wurden.

Ein ungewöhnliches Exemplar von „Znamja“ erschien am 7. Oktober 1969 anlässlich des zwanzigjährigen Jubiläums der DDR: Auf der Titelseite, neben dem Jubiläumsdekor, war ein Text von W. Ulbricht, dem 1. Sekretär des ZK der SED, abgedruckt, während die Glückwunschrede des Generalsekretärs des ZK der KPdSU L.I. Breschnew auf Seite drei zu finden war. – Siehe Dokument 22.

Bereits Ende Oktober, nach dem Besuch von A.P. Bekasov in der DDR, begann „Znamja“ mit der Veröffentlichung seiner Essays über den Bezirk Suhl. Der übliche monatliche Informationsblock über unseren freundschaftlichen Bezirk war bescheiden und enthielt kurze Nachrichtennotizen. – Siehe Dokumente 23, 24. Allerdings waren die Oktoberausgaben, in denen der Geburtstag der DDR gefeiert wurde, „reichhaltiger“. – Siehe Dokument 25.

Zwischen den Zeitungen wurden jährlich Kooperationsvereinbarungen geschlossen. Diese beinhalteten den Austausch von Delegationen von Zeitungsmitarbeitern und Materialien für Veröffentlichungen: Artikel, Korrespondenzen, Interviews, Reportagen. Zweimal im Jahr tauschten die Redaktionen Texte zur Veröffentlichung aus (Artikel von Partei- und Wirtschaftsführern, Kulturschaffenden usw.). – Dokumente 26–28.

Die gegenseitigen Besuche von Journalisten fanden auch auf Fotos ihren Niederschlag. – Siehe Dokumente 29–33.

Ein Beispiel für die informellen Beziehungen zwischen den beiden Zeitungen war der Bär Goša, den die Journalisten aus Kaluga der Redaktion von „Freies Wort“ im Jahr 1970 schenkten. Allerdings wog die Überraschung zum Zeitpunkt der Schenkung bereits etwa 400 kg. Später wurde das Tier an den Zoo in Suhl übergeben. Das Gegengeschenk waren Plüschtiere, die von Schülern in Suhl für die Kinder in Kaluga gesammelt wurden. – Siehe Dokument 34.

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