Am Ende unserer Geschichte über eine zwanzig Jahre offiziell bestehende Freundschaft stellt sich die berechtigte Frage: War es das, und ist damit dieses große gegenseitige Gefühl beendet? – Tatsächlich waren die frühen 1990er Jahre für beide Staaten schwierig: Die ehemalige DDR integrierte sich in das politische und wirtschaftliche System einer neuen Ordnung, die UdSSR zerfiel, die Russische Föderation entstand, und die heimische Wirtschaft wandelte sich von einer sozialistischen zu einer marktwirtschaftlichen Struktur.

Dennoch blieben Spuren der alten Beziehungen erhalten: In den Jahren 1992, 2000 und 2014 wurden bei gegenseitigen Besuchen zwischen Kaluga und Suhl „Vereinbarungen zur Fortsetzung der Absicht für eine weitere fruchtbare Zusammenarbeit“ unterzeichnet. – Man könnte sagen, dass dies etwas illusorisch erscheint. – Doch es ist, wie es ist. Zumindest haben wir einander nicht vergessen.

 

Ein bedeutendes Jahr war 2019, als das fünfzigjährige Jubiläum der freundschaftlichen Beziehungen gefeiert wurde. Im September besuchte eine Delegation aus Kaluga die Stadt Suhl, während im April Gäste aus Deutschland Kaluga besuchten.

Im Frühjahr jenes Jahres bereitete unser Archiv eine Ausstellung zu den freundschaftlichen Beziehungen der beiden Regionen vor, die von einer Delegation aus Suhl besucht wurde. Dazu gehörten unter anderem Martin Kummer, Vorsitzender der Thüringischen Deutsch-Russischen Freundschaftsgesellschaft und Ehrenbürgermeister der Stadt Suhl, sowie Georg Vater, Chefredakteur der Zeitung „Freies Wort“ (Suhl).

Wir zeigen einige Fotos jener Ausstellung, auf denen neben der deutschen Delegation auch Lehrkräfte und Studierende der Staatlichen Universität Kaluga sowie Korrespondenten der Kalugaer Medien zu sehen sind – siehe Dokumente 127–133.

 

Als erste der sieben Partnerstädte Kalugas wird Suhl auf der Webseite der Stadtverwaltung Kaluga genannt. Wie Sie sehen, bestehen die kameradschaftlichen Beziehungen fort. Hoffen wir, dass sie weiterhin bestehen bleiben. – Alles Gute, Freunde!

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