Als nächstes nach der Zusammenarbeit der Zeitungen war die Etablierung freundschaftlicher Beziehungen auf Unternehmensebene: Das Postulat des proletarischen Internationalismus wurde nicht aufgehoben!

Ein bedeutender Teil der Industrieunternehmen von Kaluga und großen Fabriken in den Kreisstädten der Region fand Partner im Kreis Suhl. Zu den Unternehmen in Kaluga gehörten KSAME, KEMZ, KRLZ, SDV und andere, die Eisengießerei und die Sanitärkeramikfabrik in Kirow, das Ludinowsker Lokomotivenwerk. Auch Dienstleistungsunternehmen wie das Kaufhaus "Kaluga" und das Kantinenamt gehörten zu den Partnern. Im Kulturbereich und Bildungswesen waren das Kosmonautik-Museum und das regionale Dramatheater, Schulen in Kaluga, Ludinowo, Kondrowo vertreten, wo Klubs der internationalen Freundschaft (KIDs) eingerichtet wurden. 1977 wurde auf Wunsch der deutschen Seite die Liste um zwölf landwirtschaftliche Betriebe (Kolchosen und Sowchosen) ergänzt. – Siehe Dokument 35.

Berichte über die Zusammenarbeit wurden jährlich in Form von Berichten von den Stadtkomitees und Bezirkskomitees der Partei an das Regionalkomitee der KPdSU vorgelegt. – Siehe Dokumente 36, 37.

Die Zusammenarbeit der Unternehmen bestand einerseits im Austausch von Arbeiterdelegationen, die für drei bis vier Wochen in den Partnerunternehmen arbeiteten und Erfahrungen austauschten. Andererseits in sozialistischen Wettbewerben, die etwas merkwürdig aussahen: Die Zielvorgaben, die die Partner anstrebten, variierten, die einzige Konstante war die Übererfüllung des Plans. Die Zusammenarbeit der Unternehmen wurde durch einen Vertrag dokumentiert.

Zur Veranschaulichung präsentieren wir Dokumente aus den "Dokumentationspaketen" der kooperierenden/ befreundeten Unternehmen. – Natürlich wurden die großen Industrieunternehmen zuerst in die Liste aufgenommen. Der KTZ (Kalugaer Turbinenwerk) wurde als Rüstungsunternehmen jedoch nicht in die Liste aufgenommen. Dennoch wurde es von fast jeder Parteidelegation der DDR besucht, wie zahlreiche Fotodokumente belegen.

Nach dem KTZ war das KSAME (Kalugaer Werk für Auto-Moto-Elektro-Ausrüstung) das nächste Unternehmen in Bezug auf die Produktionsmenge. Aus zahlreichen umfangreichen Dokumenten über die Beziehungen des KSAME mit der Fabrik für präzise Messgeräte ("Feinmesszeugfabrik") stellen wir Ihnen Berichte über den Aufenthalt der KSAME-Arbeiter in der DDR vor; Berichte über die Arbeit der deutschen Arbeiter bei KSAME; Berichte über die vielfältigen Formen der Partnerschaft der befreundeten Werke im Jahr 1978. – Siehe Dokumente 38–40.

Darüber hinaus war KSAME das einzige Werk in Kaluga, das gemeinsam mit einem deutschen Partner spezielle Ausgaben der Werkzeitungen und Broschüren über ihre Freundschaft und Zusammenarbeit herausgab. – Siehe Dokumente 41–42.

Wir präsentieren auch einige Fotos vom Besuch deutscher Arbeiter bei KSAME und dem Abschluss eines Vertrages über sozialistischen Wettbewerb. – Siehe Dokumente 43–45.

Die Zusammenarbeit der Eisenbahner entwickelte sich ebenfalls aktiv: Ludinowsker Lokomotivenwerk und das Lokomotivenwerk (Stadt Suhl), das Depot der Station Kaluga-I und die Eisenbahnwerkstätten "Helmut Scholz" (Stadt Meiningen). – Siehe Dokumente 46–51.

Wenn die technologischen Prozesse in der industriellen Produktion ähnlich waren, unterschieden sich im Bauwesen viele Details. Dies wurde in den Berichten sowjetischer Bauarbeiter erwähnt, die zusammen mit ihren deutschen Kollegen arbeiteten. – Es geht um die Zusammenarbeit der Wohnungsbaukombinate Suhl und Kaluga. – Siehe Dokumente 52–55.

Auch im Dienstleistungsbereich, wie der Organisation von Handel und öffentlicher Verpflegung, gab es für die Bewohner von Kaluga viel Interessantes und Ungewöhnliches. – Siehe Dokumente 56–59.

Es gab Unterschiede in der Landwirtschaft, insbesondere im Hinblick auf die Mechanisierung. Das gegenseitige Interesse der Regionen an diesem Bereich wurde durch die Tatsache bestimmt, dass bis zur Hälfte der Produktion in der Region Kaluga und im Kreis Suhl von der Tierhaltung und dem Getreideanbau stammte. – Hier beschränken wir uns auf den Bericht über die Reise einer Gruppe von Melkerinnen des Kolchos „Erster Mai“ (Bezirk Peremyshl), geschrieben knapp, aber sachkundig, und einige Fotos über gegenseitige Besuche. – Siehe Dokumente 60–63.

Insgesamt brachte die Zusammenarbeit in der Produktion den Bewohnern von Kaluga mehr Nutzen: In den Berichten über die Reisen und die Arbeit der Einwohner von Suhl in der Region Kaluga wurde eine andere Einstellung zur Arbeit festgestellt. Dies äußerte sich in Pünktlichkeit (Ankunftszeit zur Arbeit, Beginn und Ende der Arbeit), Sauberkeit (die Ordnung am Arbeitsplatz wird nicht von Reinigern, sondern von den Arbeitern selbst aufrechterhalten), Konzentration und Verantwortungsbewusstsein (keine Raucherpausen während der Arbeitszeit), Abwesenheit von Diebstählen in der Produktion (z.B. gibt es auf Baustellen keine Wachleute). Gleichzeitig enthalten die obligatorischen Berichte, die nach Abschluss der Reise von den Teilnehmern verfasst wurden, interessante Alltagsdetails und weisen auf Müdigkeit durch die Teilnahme an zahlreichen Meetings und Treffen hin.

Und abschließend möchten wir noch von einem Vorfall aus der Sicht des modernen Menschen berichten. – Dem Regionalkomitee der Partei wurden auch Berichte über die Aktivitäten der Schulklubs der internationalen Freundschaft (KIDs) vorgelegt. Denn eine Reihe von Schulen wurde in die offizielle Liste der Organisationen und Institutionen aufgenommen, die mit ähnlichen in Suhl kooperieren. – Daher bieten wir Ihnen den Bericht über die Arbeit der KIDs in Kaluga für das Schuljahr 1978/1979 zur Kenntnis. – Siehe Dokument 64.

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